Nur Gutes im Schilde
Milower Land, den 28.03.2013
Quelle: Märkische Allgemeine, Westhavelländer, 23.03.2013
Nur Gutes im Schilde
In Milow wurden am Donnerstagabend bei einer Feierstunde die Wappenbriefe an die zehn Ortsteile verteilt
Von Ralf Stork
MILOW Ausgerechnet Zollchow. Der Ortsteil der Gemeinde Milower Land, der normaler Weise alphabetisch bedingt immer erst ganz zum Schluss genannt wird, machte im Sommer 2012 den Anfang. Als erster nicht selbstständiger Ort in Brandenburg erhielt Zollchow ein eigenes Wappen: Drei Lindenblätter stehen für eine Friedenslinde im Ort. Der blaue Balken darunter symbolisiert den Königsgraben, durch den das Gebiet früher entwässert und urbar gemacht wurde. Unten im Wappen sind zwei Geweihstangen zu sehen. Sie stehen für den großen Damwildbestand in Zollchow und Umgebung.
Mit Mitteln des Lokalen Aktionsplans Westhavelland sind in den vergangenen Monaten über den Träger „Kulturverein Milower Land“ insgesamt sechs neue Wappen entstanden. Der Lokalheraldiker Jörg Mantzsch hat dafür jeweils mehrfach mit den Einwohnern der Dörfer zusammengesessen und einen passenden Entwurf ausgearbeitet. Bahnitz wird jetzt durch eine Havelnixe repräsentiert, Bützer durch drei Fische und den Turm einer alten Ziegelei. Auf dem Jercheler Wappen sind das Gutshaus und ein Hahn zu sehen, Nitzahn gibt sich bäuerlich mit Getreidegarbe, Sense und Sichel und auf dem Schmetzdorfer Wappen geht es mit Fuchs und Eule tierisch zu.
Die neuen Wappen sind keine Hoheitszeichen im eigentlichen Sinne, sondern haben nur eine symbolische Bedeutung. Aber auch die kann sehr identitätsstiftend sein: Als in Zollchow zur 725-Jahrfeier des Dorfes auch eine Fahne mit dem neuen Wappen gehisst wurde, hatten einige der älteren Einwohner Tränen der Rührung in den Augen.
Am frühen Donnerstagabend nun übergab Jörg Mantzsch die Wappenbriefe für alle zehn Ortsteile an die Gemeinde. Zu der kleinen Feierstunde waren neben den zehn Ortsvorstehern und den vier Fraktionsvorsitzenden noch weitere geladene Gäste gekommen. Für die einzelnen Ortsteile hatte Bürgermeister Felix Menzel noch ein paar Überraschungen parat: Für jeden Ortsteil gab es das Abbild seines Wappens in Holz. (Die Arbeiten wurden von den Rathenower Werkstätten ausgeführt. Dort können auch andere interessierte Bürger die Bestellung für ein Wappen aus Holz aufgeben) Außerdem erhielt jeder Ortsteil eine Fahne mit dem eigenen Wappen. In den kommenden Jahren sollen die verschiedenen Wappen im Gemeindebild noch sichtbarer werden. In Milow wurde bereits ein Bushaltestellenhäuschen mit den Wappen der Gemeinde und des Ortsteils Milow kunstvoll besprüht. Auch in den anderen Ortsteilen werden die Bushaltestellen nach und nach auf diese Art verschönert. In einigen Ortsteilen soll das eigene Wappen noch mit einem eigenen Fest gefeiert werden.
MILOW Ausgerechnet Zollchow. Der Ortsteil der Gemeinde Milower Land, der normaler Weise alphabetisch bedingt immer erst ganz zum Schluss genannt wird, machte im Sommer 2012 den Anfang. Als erster nicht selbstständiger Ort in Brandenburg erhielt Zollchow ein eigenes Wappen: Drei Lindenblätter stehen für eine Friedenslinde im Ort. Der blaue Balken darunter symbolisiert den Königsgraben, durch den das Gebiet früher entwässert und urbar gemacht wurde. Unten im Wappen sind zwei Geweihstangen zu sehen. Sie stehen für den großen Damwildbestand in Zollchow und Umgebung.
Mit Mitteln des Lokalen Aktionsplans Westhavelland sind in den vergangenen Monaten über den Träger „Kulturverein Milower Land“ insgesamt sechs neue Wappen entstanden. Der Lokalheraldiker Jörg Mantzsch hat dafür jeweils mehrfach mit den Einwohnern der Dörfer zusammengesessen und einen passenden Entwurf ausgearbeitet. Bahnitz wird jetzt durch eine Havelnixe repräsentiert, Bützer durch drei Fische und den Turm einer alten Ziegelei. Auf dem Jercheler Wappen sind das Gutshaus und ein Hahn zu sehen, Nitzahn gibt sich bäuerlich mit Getreidegarbe, Sense und Sichel und auf dem Schmetzdorfer Wappen geht es mit Fuchs und Eule tierisch zu.
Die neuen Wappen sind keine Hoheitszeichen im eigentlichen Sinne, sondern haben nur eine symbolische Bedeutung. Aber auch die kann sehr identitätsstiftend sein: Als in Zollchow zur 725-Jahrfeier des Dorfes auch eine Fahne mit dem neuen Wappen gehisst wurde, hatten einige der älteren Einwohner Tränen der Rührung in den Augen.
Am frühen Donnerstagabend nun übergab Jörg Mantzsch die Wappenbriefe für alle zehn Ortsteile an die Gemeinde. Zu der kleinen Feierstunde waren neben den zehn Ortsvorstehern und den vier Fraktionsvorsitzenden noch weitere geladene Gäste gekommen. Für die einzelnen Ortsteile hatte Bürgermeister Felix Menzel noch ein paar Überraschungen parat: Für jeden Ortsteil gab es das Abbild seines Wappens in Holz. (Die Arbeiten wurden von den Rathenower Werkstätten ausgeführt. Dort können auch andere interessierte Bürger die Bestellung für ein Wappen aus Holz aufgeben) Außerdem erhielt jeder Ortsteil eine Fahne mit dem eigenen Wappen. In den kommenden Jahren sollen die verschiedenen Wappen im Gemeindebild noch sichtbarer werden. In Milow wurde bereits ein Bushaltestellenhäuschen mit den Wappen der Gemeinde und des Ortsteils Milow kunstvoll besprüht. Auch in den anderen Ortsteilen werden die Bushaltestellen nach und nach auf diese Art verschönert. In einigen Ortsteilen soll das eigene Wappen noch mit einem eigenen Fest gefeiert werden.
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