Einstige Sommerresidenz „Villa Carl Bolle“ in Milow umfangreich saniert

Milow, den 25.​07.​2008

Im Südwesten des Landkreises Havelland liegt die Gemeinde Milower Land mit dem Ortsteil Milow. Hier befindet sich im historischen Dorfkern die seit 1952 als Jugendherberge genutzte ehemalige Sommerresidenz des Kaufmanns Carl Bolle. Die Modernisierung und der Umbau der Villa werden mit 75 Prozent Fördermitteln des Landes, fast 670.000 Euro, unterstützt. Dirk Ilgenstein, Präsident des Landesamtes für Verbraucherschutz, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LVLF) wird den Zuwendungsbescheid an die Gemeinde übergeben.

 

Die Jugendherberge ist Bestandteil des Gesamtkonzeptes der touristischen Entwicklung des Havellandes und der Region Naturpark Westhavelland. Grundlage für die touristische Entwicklung sind qualitativ hochwertige Unterkünfte. Auf Grund der maroden Bausubstanz und der nicht mehr standardgerechten Ausstattung wäre eine weitere Betreibung des Objektes nicht mehr möglich gewesen. Gefördert werden die Sanierung der Außenhülle (Dach, Fassade, Fenster und Türen) die Heizungs- und Sanitärinstallation und der Innenausbau.

Die Jugendherbe, als einzige im Havelland vervollständigt sinnvoll das Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten in der Region und trägt zur weiteren Entwicklung des touristischen Standortes im westlichen Havelland, hier führen zum Beispiel auch die Radfernwege „Tour Brandeburg" und der „Havelradweg" auf einer gemeinsamen Trasse durch, bei.

Mit dem Erhalt der Jugendherberge können 4 Arbeitsplätze gesichert werden. Die weitere Betreibung ist durch das Deutsche Jugendherbergswerk Landesverband Berlin/Brandenburg e.V. im Rahmen eines Pachtvertrages vorgesehen.


Carl Andreas Julius Bolle wurde 1832 in Milow geboren und stellte zu Lebzeiten die Villa in Milow seinen Mitarbeitern zur Erholung zur Verfügung.

Im Anschluss an die Übergabe des Zuwendungsbescheides wird der Präsident des LVLF im Rahmen eines Arbeitsbesuches das Flurgehölzprojekt in Zollchow im Südlichen Bereich des Naturparks Westhavelland besichtigen. Hier soll durch die Schaffung von Strukturelementen in der offenen Agrarlandschaft der Winderosion entgegengewirkt werden. Durch die Pflanzung der Gehölze sollen außerdem neue Lebens-, Rückzugs- und Nahrungsräume insbesondere für Niederwild geschaffen werden. Gefördert wird das Projekt vom Land mit fast 63.000 Euro.